Letzte Woche sind per Mail zwei Videos bei uns eingetrudelt, die aktuelle Konfrontationen mit Bullen in anderen Ländern zeigen.
Video 1 zeigt Ausschreitungen zwischen Polen und der lettischen Polizei vor dem Länderspiel Lettland - Polen. Besonderes Augenmerk sollte man auf die Szene ab 1:50 Min richten:
Auf dem zweiten Video sieht man als Vorgeplänkel eine Veranstaltung von Faschisten in Palermo, die von den Bullen geschützt wird. Später tauchen Antifaschisten auf, die schnurstracks die Konfrontation suchen:
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Donnerstag, 31. März 2011
Mittwoch, 23. Februar 2011
Selbstregulierung in Portugal
Sporting - Benfica 21.02.2011
Wieso man aber die eigenen Fahnen als Wurfgeschosse benutzt, bleibt wohl ein Rätsel...
Wieso man aber die eigenen Fahnen als Wurfgeschosse benutzt, bleibt wohl ein Rätsel...
Sonntag, 20. Februar 2011
Staat vs. Bürger - die nächste Runde
Was gestern in Dresden los war wird keinem entgangen sein. Verwundert Entsetzt waren wir über das folgende Video, in dem zu sehen es ist, wie ein Bulle mit einer Art Maschinengewehr (schnelle Schussfolge) mit Pfefferkugeln auf Demonstranten ballert. Als wenn Pfefferspray und Tonfa (mancherorts wurde das Dingen 2010 durch Totschläger ersetzt) nicht ausreichen würden, werden künftig offenbar auch Pfefferbälle eingesetzt. Man könnte meinen, die Bullen hätten Gefallen an Augenverletzungen gefunden - Remember Stuttgart 21.
Mehr Infos dazu hier.
Mehr Infos dazu hier.
Dienstag, 15. Februar 2011
Die Tricks von Polizei und Justiz
Das folgende Video ist kein Clip, den mal sich mal eben so reinziehen kann - das verhindert schon allein die Lauflänge von knapp 2 Stunden und 30 Minutent.
Am Anfang mag der Referent noch ganz witzig sein, mit der Zeit wird es dann etwas anstrengend.
Trotzdem lohnt sich das Video anzuschauen, weil es zum Einen detailliert (u.a. mit Polizeiakten) zeigt wie Polize und Justiz nicht vor illegalen Maßnahmen zurück schrecken und zum Anderen einige kreative Aktionen vorgestellt werden, die den Freund & Helfer auf Trab halten.
Am Anfang mag der Referent noch ganz witzig sein, mit der Zeit wird es dann etwas anstrengend.
Trotzdem lohnt sich das Video anzuschauen, weil es zum Einen detailliert (u.a. mit Polizeiakten) zeigt wie Polize und Justiz nicht vor illegalen Maßnahmen zurück schrecken und zum Anderen einige kreative Aktionen vorgestellt werden, die den Freund & Helfer auf Trab halten.
Mittwoch, 12. Januar 2011
Dienstag, 11. Januar 2011
Sonntag, 9. Januar 2011
Heißes Pflaster Spanien
Die Winterpause hält noch an, weshalb kaum aktuelles Material aufzutreiben ist. Grund genug ein Thema anzupacken auf das wir im beitragsarmen Dezember mehrfach hingewiesen wurden: die Polizeiwillkür in Spanien, die zuletzt zahlreiche BVB-Anhänger zu spüren bekamen.
Um die Gedächtnisse aufzufrischen - das war passiert:
Quelle: schwatzgelb.de
Das Dortmunder Online-Fanzine schwatzgelb.de hat im folgenden vier erschütternde Erlebnisberichte von Betroffenen online gestellt.
Ein Tag Gefängnis in Sevilla I
Ein Tag Gefängnis in Sevilla II
Ein Tag Gefängnis in Sevilla III
Ein Tag Gefängnis in Sevilla IV
Was den Dortmundern widerfahren ist, ist keineswegs ein Einzelfall. Im Grunde wiederholen sich derartige Vorfälle rund um internationale Spiele auf spanischen Boden jedes Jahr. Besonders heftig erging es einem Frankfurter, der aufgrund eines Zusammenstoßes zwischen spanischen Polizisten und Frankfurtern in Celta Vigo 46 Tage im Gefängnis saß. Einigen Schalkern erging es ähnlich wie den Dortmundern, auch sie machten unangenehme Erfahrungen mit der spanischen Justiz und saßen für zwei Tage im Knast von Valencia.
Ergänzend noch ein paar Presseberichte aus dem europäischen Ausland:
Wenn man sich das alles so durch den Kopf gehen lässt, fragt man sich, mit welchem Recht wir Europäer mit dem Finger auf nicht EU-Staaten zeigen. Unfassbar was mitten in Europa in einem "demokratischen" Staat mit schöner Regelmäßigkeit passieren kann, ohne das sich jemand der Sache annimmt.
Schlimmer noch als den ausländischen Fußballfans ergeht es Spaniern, die unter dem Verdacht stehen z.B. die ETA zu unterstützen, wie heise.de im Artikel "Weil es Folter in Spanien angeblich nicht gibt, werden nun auch Bücher zum Thema zensiert" aktuell zu berichten weiß.
Dort heißt es:
Es scheint so als wäre zwar der faschistische Diktator Franco in den 1970er Jahren von der Bildfläche verschwunden, sein Erbe aber zumindest noch in Form durchgeknallter Polizeitruppen quicklebendig. Wen wundert es da noch, dass auch knapp 35 Jahre nach Ende der Diktatur immer noch der Leitspruch "Todo por la patria!" (Alles für das Vaterland!) an den Gemäuern der Guardia Civil - Wachen prangt.
Danke an Pawel, M. und Dennis
Um die Gedächtnisse aufzufrischen - das war passiert:
Am Stadion angekommen erwartete die vielen hundert Fans ein ca. 3 Meter breites Stadiontor. In der Folge kam es aufgrund der von hinten drängenden Fans (sie wurden von der Polizei voran getrieben) in den vorderen Reihen zu Drängeleien. Die Polizei fühlte sich anscheinend von der selbst provozierten Situation bedroht und ging direkt mit Knüppelhieben auf die Köpfe der Fans in den ersten Reihen vor. Die Situation eskalierte daraufhin mehrmals und die ersten Verletzten wurden in die hinteren Reihen durchgelassen.
Als die ersten Fans im Stadion waren, ging die Knüppelei im unteren Teil des Gästeblocks weiter. Die Situation entglitt der Polizei immer weiter und es kam zu weiteren Scharmützeln in deren Folge Sitzschalen und andere Gegenstände flogen. Viele unbeteiligte Fans wurden Opfer von Knüppelhieben der Polizei.
Vor dem Stadion blieb die Situation auch in jener Phase vollkommen undurchschaubar und kritisch. Die Polizei zog ihre Grenzen immer enger. Ab und zu pflügte dann der ein oder andere berittene Polizist mit seinem Pferd durch die Menge. (..)
So langsam schien sich die Lage zu entspannen, doch aus dem Inneren des Stadions ereilte die Fans außerhalb des Stadions ein Hilferuf aus dem Inneren. Eine kleine Anzahl an Fans wurde auch eine Stunde nach dem Abpfiff noch in Gewahrsam genommen und sollte vorerst auch nicht freigelassen werden. Die Verantwortlichen des BVB wurden kurzerhand des Blockes verwiesen und die gut 15 Festgenommenen wurden einer kleinen Einzelbehandlung unterzogen. Die Schreie der Malträtierten waren bis außerhalb des Blocks zu hören. Die menschenunwürdige Behandlung der BVB-Fans in Sevilla fand ihren Höhepunkt. Die festgesetzten Personen sollten ein Schnellverfahren erhalten. Das fand jedoch erst statt, als auch der letzte dieser Personen seinen Flieger in die Heimat verpasst hatte.
Quelle: schwatzgelb.de
Das Dortmunder Online-Fanzine schwatzgelb.de hat im folgenden vier erschütternde Erlebnisberichte von Betroffenen online gestellt.
Ein Tag Gefängnis in Sevilla I
Ein Tag Gefängnis in Sevilla II
Ein Tag Gefängnis in Sevilla III
Ein Tag Gefängnis in Sevilla IV
Was den Dortmundern widerfahren ist, ist keineswegs ein Einzelfall. Im Grunde wiederholen sich derartige Vorfälle rund um internationale Spiele auf spanischen Boden jedes Jahr. Besonders heftig erging es einem Frankfurter, der aufgrund eines Zusammenstoßes zwischen spanischen Polizisten und Frankfurtern in Celta Vigo 46 Tage im Gefängnis saß. Einigen Schalkern erging es ähnlich wie den Dortmundern, auch sie machten unangenehme Erfahrungen mit der spanischen Justiz und saßen für zwei Tage im Knast von Valencia.
Ergänzend noch ein paar Presseberichte aus dem europäischen Ausland:
- Beim Spiel Athletico Madrid gegen Olympique Marseille wirbelte die spanische Polizei im Gästeblock, zeriss die Auswärtsfahne vom Commando Ultra und verletzte einige Anhänger durch Knüppelhiebe. OM-Ultra Santos wurde u.a. verhaftet und zu 3 1/2 Jahren Haft verurteilt. Ein Fall, der auch durch die deutsche Presse (Bericht 1 / Bericht 2 / Bericht 3) ging und keinem Leser dieses Blogs entgangen sein wird.
- Bolton Wanderes Fans bekamen ebenfalls in Madrid Ärger mit der Polizei
- Glasgow Rangers Fans wurden in Pamplona von der Polizei attackiert
- Celtic Supporters erging es rund um das Spiel gegen Celta Vigo nicht besser
Wenn man sich das alles so durch den Kopf gehen lässt, fragt man sich, mit welchem Recht wir Europäer mit dem Finger auf nicht EU-Staaten zeigen. Unfassbar was mitten in Europa in einem "demokratischen" Staat mit schöner Regelmäßigkeit passieren kann, ohne das sich jemand der Sache annimmt.
Schlimmer noch als den ausländischen Fußballfans ergeht es Spaniern, die unter dem Verdacht stehen z.B. die ETA zu unterstützen, wie heise.de im Artikel "Weil es Folter in Spanien angeblich nicht gibt, werden nun auch Bücher zum Thema zensiert" aktuell zu berichten weiß.
Dort heißt es:
Sonst kommt es nämlich oft zu den Erstickungsmethoden, Elektroschocks und Schlägen. Dazu werden auch Vergewaltigungen, vaginal oder anal mit Pistolenläufen, Knüppeln oder anderen Gegenständen praktiziert. Dazu kommt auch psychologische Folter, wie Scheinerschießungen, Schlafentzug und zum Beispiel die Drohungen, auch die Freunde oder Familienangehörige zu verhaften, um sie der gleichen Tortur zu unterziehen. Das alles geschieht zumeist in den ersten vier Tagen der Incomunicado-Haft, die bis zu 13 Tage verlängert werden kann. Das geschient meist nicht, um die Folter fortzusetzen, sondern damit Wunden verheilen und Beweise verschwinden, bevor der Geschundene freigelassen oder im Gefängnis abgeliefert wird.
Es scheint so als wäre zwar der faschistische Diktator Franco in den 1970er Jahren von der Bildfläche verschwunden, sein Erbe aber zumindest noch in Form durchgeknallter Polizeitruppen quicklebendig. Wen wundert es da noch, dass auch knapp 35 Jahre nach Ende der Diktatur immer noch der Leitspruch "Todo por la patria!" (Alles für das Vaterland!) an den Gemäuern der Guardia Civil - Wachen prangt.
Danke an Pawel, M. und Dennis
Dienstag, 4. Januar 2011
Interessante Lektüre für kalte Winterabende?
Das Fragezeichen in der Überschrift könnt ihr getrost streichen. Nach dem sich der Autor dieser Zeilen die Publikation in Ruhe angeschaut hat, heißt das Fazit für einige Abschnitte: unbedingt lesenswert. Es ist sicherlich nicht verkehrt zu wissen wie Hundertschaften & Co taktisch agieren. Für faule Leser dieses Blogs hier der Link zum Dokument:
http://linksunten.indymedia.org/de/system/files/data/2010/12/1693129053.pdf
http://linksunten.indymedia.org/de/system/files/data/2010/12/1693129053.pdf
Bei turus.net wird im Artikel Erstaunliches aus dem Netz: Polizeibericht Berlin auf ein Dokument hingewiesen, welches laut turus.net auf Indymedia zu finden ist. Was man bei turus.net so liest, klingt jedenfalls nicht nur für Berliner äußerst interessant.
Nach der Einleitung das Deckblatt. Ganz oben zu lesen "Autonome Gruppen". Darunter: "Polizeibericht Berlin 2010 - Ausrüstung, Strukturen, Einsatztaktik, Hintergründe, Analysen, Kritik".
Nach einem ausführlichen Vorwort das Inhaltsverzeichnis. Fein säuberlich gegliedert wie bei einer Hausarbeit an der Uni. In den einzelnen Abschnitten erfährt man einiges über das Versammlungsgesetz und die Demoauflagen, über das unmittelbare Zwangsgesetz, die Polizeiarbeit in den Medien, die Einsatzhundertschaften, die Polizeiabschnitte, den zentralen Objektschutz und die Bereitschaftspolizei.
Reichlich Infos gibt es zudem über den polizeiärztlichen Dienst, die Diensthundeführer, die Reiterstaffel, das Gefangenenwesen, die Polizeihubschrauberstaffel, die Sondereinheiten, die Bundespolizei, das Ordnungsamt, den Verfassungsschutz. Berichtet wird des weiteren über "Griechische Verhältnisse", die Schutzausrüstung, die Waffen der Polizei und den Fahrzeugschutz. Last but not least gibt es doch tatsächlich ein Verzeichnis mit den Kennzeichen der Fahrzeuge der Zivilpolizisten. VW Busse, Ford Kombi, Mercedes A-Klasse - alles dabei.
Freitag, 26. November 2010
Kurz gemeldet: Kein Widerstand gegen die Staatsgewalt
Kein Widerstand gegen die Staatsgewalt
Eine Studentin, die nach einem Fußballspiel einen Polizisten angegriffen haben sollte, wird freigesprochen. Nun läuft wieder ein Verfahren gegen den Beamten. Der soll der Frau die Nase gebrochen haben.
Das Ende eines verdrehten Verfahrens: Anne H., die im Frühjahr bei einem Polizeieinsatz schwere Verletzungen erlitt, aber dennoch selbst auf die Anklagebank musste, wurde am Mittwoch freigesprochen. Es gebe "erhebliche Zweifel" daran, dass die Angeklagte den Beamten Marcus P. tätlich angegriffen habe, urteilte Richter Wolfgang Jordan vom Amtsgericht Tiergarten. Anne H. werde deshalb vom Vorwurf der Körperverletzung sowie des Widerstands gegen die Staatsgewalt freigesprochen.
Am Rand des Fußballspiels Union Berlin gegen FC St. Pauli war es am 17. April 2010 zu einer Auseinandersetzung zwischen Pauli-Anhängern und der Polizei gekommen. Vor Gericht sagte Anne H. aus, bei einem Streit zwischen einem Polizisten und einem Fan habe sie zu schlichten versucht und dabei von einem Beamten einen Faustschlag ins Gesicht bekommen. Den anschließenden Tumult habe sie nur abseits stehend mitbekommen, als derselbe Polizist noch einmal auf sie zugekommen sei und sie zwei weitere Male geschlagen habe. Die Studentin erlitt bei der Auseinandersetzung einen Nasenbeinbruch (taz berichtete).
Laut Anklage soll die Beschuldigte jedoch schon während der Diskussion an den Hals des Beamten gegriffen haben, um ihn zu würgen. Marcus P., der Anne H. angezeigt hatte, verweigerte am Mittwoch die Aussage. Auch seine Kollegen konnten den Angriff der Frau nicht bestätigen. Dagegen belasten den Polizisten ein unabhängiger Zeuge sowie ein Video, das zeigt, wie der Beamte Anne H., ohne dass diese sich zur Wehr setzt, schlägt.
Das schon eingestellte Verfahren gegen den 43-Jährigen wegen Körperverletzung im Amt und Verfolgung Unschuldiger wurde in der Zwischenzeit wiederaufgenommen. "Das Verfahren gegen den Beamten wird entweder weitergeführt, oder wir stellen erneut Strafantrag. Da kommt die Staatsanwaltschaft jetzt nicht drum herum", so Sven Richwin, Anne H.s Anwalt.
Quelle: http://www.taz.de/1/berlin/artikel/1/kein-widerstand-gegen-die-staatsgewalt/
Donnerstag, 25. November 2010
Christlich Diktatorische Ueberwachungspartei Deutschland
In diesen Tagen kommt man aus dem Abkotzen gar nicht mehr raus. Terror, Terror, Terror, überall Terror. In jeder Pissstadt wird am Bahnhof irgendein Koffer kontrolliert gesprengt, den ein ahnungsloser Rentner 10 Minuten zu lange hat rumstehen lassen, während er verzeifelt versucht via Touchscreen des Fahrscheinautomaten einen Fahrschein zu ziehen.
In Zügen latschen tatsächlich Bullen mit Maschinengewehren den Gang runter und glotzen, ob nicht irgendwer erschrocken zusammen zuckt - was natürlich umgehend weitere Maßnahmen einleiten würde.
Im Kiosk, in der Tankstelle, beim Bäcker, überall wird in großen Lettern vor der Gefahr gewarnt, da wünscht man sich doch glatt, dass die Zeitungsbranche weiter den Bach runtergeht. Wenn es denn so einfach wäre... Der mediale Terror über dem Terror läuft schließlich auf allen TV-Kanälen und in allen Radio-Sendern. Kaum sind die Klänge eines Liedes verstummt, da quakt einem eine pseudo-hippe Trulla schon Dinge à la "Wie schützt ihr euch vor dem Terror? Geht ihr noch mit Omi auf den Weihnachtsmarkt? Ruft an und sagt uns eure Meinung!" ins Ohr. Bevor Chantal(15) auf Sendung geht und von ihren Ängsten erzählt, schalt ich hab und balle innerlich die Faust. Ich hab sowas von die Schnauze voll von diesem Scheiß Gelaber!
Einen hab ich aber noch: Die absolute Krönung lese ich nach Feierabend im Web. Ein Artikel der diesem Beitrag den Titel gegeben hat. Da fordert doch der Vorsitzende des Rechtsauschusses Kauder (CDU), dass die Pressefreiheit eingeschränkt werden soll. Nur zu unserer Sicherheit versteht sich! Na klar, und mir nichts dir nichts darf auch nicht mehr über Großdemonstrationen berichet werden (bringt Unruhe ins Land und schreckt Investoren ab), Übergriffe durch Polizisten (gibt es eh nicht und schadet dem Ansehen Deutschlands im Ausland) und auch nicht über Steuererhöhungen (merken die Leute ja früh genug). Das schlimme ist, dass es wieder genug Menschen geben wird, deren Hirne von RTL-Scripted-Reality-Rotze dermaßen weichgebruzzelt wurde, dass diesen Bullshit auch noch gut finden werden.
Wie dumm sind eigentlich die Menschen in diesem Land, das so wenige blicken welches schmutzige Spiel da gespielt wird? Angst fängt im Kopf an - Freiheit auch! Dumm nur, dass unsere Freiheit den Strippenziehern in Politik und Wirtschaft ein Dorn im Auge ist.
Wer sich den ganzen Dummfug von Herrn Kauder antun will, klickt hier.
In Zügen latschen tatsächlich Bullen mit Maschinengewehren den Gang runter und glotzen, ob nicht irgendwer erschrocken zusammen zuckt - was natürlich umgehend weitere Maßnahmen einleiten würde.
Im Kiosk, in der Tankstelle, beim Bäcker, überall wird in großen Lettern vor der Gefahr gewarnt, da wünscht man sich doch glatt, dass die Zeitungsbranche weiter den Bach runtergeht. Wenn es denn so einfach wäre... Der mediale Terror über dem Terror läuft schließlich auf allen TV-Kanälen und in allen Radio-Sendern. Kaum sind die Klänge eines Liedes verstummt, da quakt einem eine pseudo-hippe Trulla schon Dinge à la "Wie schützt ihr euch vor dem Terror? Geht ihr noch mit Omi auf den Weihnachtsmarkt? Ruft an und sagt uns eure Meinung!" ins Ohr. Bevor Chantal(15) auf Sendung geht und von ihren Ängsten erzählt, schalt ich hab und balle innerlich die Faust. Ich hab sowas von die Schnauze voll von diesem Scheiß Gelaber!
Einen hab ich aber noch: Die absolute Krönung lese ich nach Feierabend im Web. Ein Artikel der diesem Beitrag den Titel gegeben hat. Da fordert doch der Vorsitzende des Rechtsauschusses Kauder (CDU), dass die Pressefreiheit eingeschränkt werden soll. Nur zu unserer Sicherheit versteht sich! Na klar, und mir nichts dir nichts darf auch nicht mehr über Großdemonstrationen berichet werden (bringt Unruhe ins Land und schreckt Investoren ab), Übergriffe durch Polizisten (gibt es eh nicht und schadet dem Ansehen Deutschlands im Ausland) und auch nicht über Steuererhöhungen (merken die Leute ja früh genug). Das schlimme ist, dass es wieder genug Menschen geben wird, deren Hirne von RTL-Scripted-Reality-Rotze dermaßen weichgebruzzelt wurde, dass diesen Bullshit auch noch gut finden werden.
Wie werden Terroristen von Anschlagsplänen abgebracht? Indem Medien einfach nicht über potentielle Ziele berichten, meint CDU-Politiker Siegfried Kauder. Angesichts der Terrorwarnungen bringt er eine Einschränkung der Pressefreiheit ins Spiel. Der Journalistenverband weist den Vorschlag zurück.
Wie dumm sind eigentlich die Menschen in diesem Land, das so wenige blicken welches schmutzige Spiel da gespielt wird? Angst fängt im Kopf an - Freiheit auch! Dumm nur, dass unsere Freiheit den Strippenziehern in Politik und Wirtschaft ein Dorn im Auge ist.
Wer sich den ganzen Dummfug von Herrn Kauder antun will, klickt hier.
Samstag, 20. November 2010
Verdeckte Ermittler als Gefahrenabwehrer
Keine Ahnung, ob das im angehängten Artikel geschilderte Vorgehen der österreichischen Behörden auch nach deutschem Recht möglich wäre, wundern würde es uns allerdings nicht.
Der geschilderte Fall spielte sich zwar in der Tierschützerszene ab, aber es braucht wohl wenig Fantasie, um sich ein ähnliches Szenario in unseren Kreisen auszumalen. Aber worum geht es überhaupt?
Tja, die österreichische Polizei hat einfach mal eine verdeckte Ermittlerin mit falscher Identität in einen Tierschutzverein eingeschleust, obwohl gar keine Straftaten vorlagen.
Jaja, freies Europa! Bullshit!
Zum Artikel auf relevant.at
Der geschilderte Fall spielte sich zwar in der Tierschützerszene ab, aber es braucht wohl wenig Fantasie, um sich ein ähnliches Szenario in unseren Kreisen auszumalen. Aber worum geht es überhaupt?
Tja, die österreichische Polizei hat einfach mal eine verdeckte Ermittlerin mit falscher Identität in einen Tierschutzverein eingeschleust, obwohl gar keine Straftaten vorlagen.
"Sie hat 16 Monate alles mitgemacht hat, aber die Polizei verheimlicht das", sagte Balluch. Das sei ein Zeichen dafür, das die Organisation nichts Kriminelles gemacht habe. Dem widersprach Barwitzius: Es habe sich um keine verdeckte Ermittlung im Sinne der Strafprozessordnung (StPO) gehandelt, also keine, die von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegeben wurde. Bei der Beobachtung habe es sich vielmehr um eine von der Polizei beauftragte Ermittlung zur Gefahrenabwehr gehandelt, sagte der Gerichtssprecher.
Jaja, freies Europa! Bullshit!
Zum Artikel auf relevant.at
Dienstag, 9. November 2010
Zu durch: Wendt fordert Absage aller Bundesliga-Spiele
Nein, heute ist nicht der erste April und den Humor von Rainer Wendt, dem fleischgewordenen Law & Order - Jammerlappen der deutschen Polizeigewerkschaft, halten wir äußerst knapp bemessen. Nach ein paar Tagen Katz&Maus-Spiel mit knapp 20000 uniformierten Katzen und deutlich mehr frechen Mäusen im Unterholz fordert Herr Wendt nun ein paar Tage Urlaub für die ach so gebeutelte Polizei. Die armen Polizisten sind ganz erschöpft vom vielen Demonstranten knüppeln, hinterher hetzen und Pfefferspray sprühen, so dass der Fußball am kommenden Wochenende einfach mal ruhen müsse, meint jedenfalls der Mann, der medial mehr rumheult als der durchschnittliche Schalker nach einer verlorenen Meisterschaft. Dass die Forderung lediglich billiger Populismus ist um in die Schlagzeilen zu kommen, ist dem Mann wahrscheinlich klar. Sei's drum, er hat's ja auch dieses Mal geschafft...
Zum Artikel auf mopo.de
Polizei-Gewerkschaft fordert Absage aller Bundesliga-Spiele
Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hat eine Absage aller Fußball-Bundesliga-Partien am kommenden Wochenende gefordert. Hintergrund: Der Einsatz beim Castor-Transport.
Zum Artikel auf mopo.de
Montag, 8. November 2010
Blick zum Castor-Transport ins Wendland
Ganz gleich wie der geneigte Leser dieses Blogs zur Atompolitik steht, so sind die Proteste im Wendland und die Reaktionen der Polizei darauf für Ultras nicht uninteressant. Welche Subkultur neben Ultra verbringt schon jede Woche mehrere Stunden in direkter Nähe eben jener Beamte und ist dermaßen Trainingsobjekt für den politischen Ernstfall?
Sehenswerte Fotogalerie bei flickr
Fasst schon zu spät ist der Tipp den Transport auf www.castorticker.de zu verfolgen, aber bis in den Abend werden die Blockaden sicher noch andauern.
Abschließend möchten wir noch einen Artikel bei heise.de verweisen. Unter der Überschrift "Gefährliches Gefallen" wird davon berichtet, dass Ermittlungsverfahren gegen Menschen, die auf Facebook die Seite "Castor schottern" "mögen" (verlinkt haben) , nicht ausgeschlossen werden.
Sehenswerte Fotogalerie bei flickr
Fasst schon zu spät ist der Tipp den Transport auf www.castorticker.de zu verfolgen, aber bis in den Abend werden die Blockaden sicher noch andauern.
Abschließend möchten wir noch einen Artikel bei heise.de verweisen. Unter der Überschrift "Gefährliches Gefallen" wird davon berichtet, dass Ermittlungsverfahren gegen Menschen, die auf Facebook die Seite "Castor schottern" "mögen" (verlinkt haben) , nicht ausgeschlossen werden.
Freitag, 5. November 2010
Audio-Beitrag zu Einschüchterungsversuchen und rechtswidrigen Polizeieinsätzen rund um den Castor-Transport
Zu meiner Überraschung gibt's auf der Website des NDR einen sehr guten Podcast über die zum Teil nachweislich rechtswidrigen Aktionen der Polizei gegen Atomgegner im Wendland.
Entlarvend und erschütternd zu welchen Aussagen sich der Lüneburger Polizeipräsident hinreissen lässt, der dafür auch bereits eine Anzeige kassierte.
Absolute Hörempfehlung!
Hier geht's zum Beitrag
Entlarvend und erschütternd zu welchen Aussagen sich der Lüneburger Polizeipräsident hinreissen lässt, der dafür auch bereits eine Anzeige kassierte.
Absolute Hörempfehlung!
Hier geht's zum Beitrag
Erinnerungen an den Tod von Mike Polley
Genau heute vor 20 Jahren kam es in Leipzig zu den bis dahin schlimmsten Ausschreitungen beim Fußball auf dem Gebiet der damals fast noch DDR. Dabei wurde am 3. November 1990 der 18-jährige Mike Polley beim Spiel des FC Sachsen Leipzig gegen den FC Berlin (BFC Dynamo) durch die Kugel eines Polizisten getötet. Ein fataler Fehler, wie sich später heraus stellte, denn Mike war kein Hooligan!
Weiterlesen
Update: Die Formulierung des letzten Satzes ist, wie in den Kommentaren angemerkt wurde, mehr als unglücklich. Keine Ahnung, ob der Autor des Artikels diese Formulierung absichtlich gewählt hat.
Ein weiterer Artikel zum Todestag von Mike Polley ist auf jungewelt.de erschienen.
Mittwoch, 3. November 2010
Wenn der Verein die Polizei bezahlen muss
Die Forderung von Peter Wendt, seines Zeichens Vorsitzender der Polizeigewerkschaft, dass deutsche Vereine für die Kosten der jeweiligen Polizeieinsätze aufkommen sollen, dürfte dem Großteil der interessierten Leserschaft bekannt sein. Wozu die Umsetzung solcher Pläne führen kann zeigt sich aktuell in Österreich, wo die Vereine bereits für die Polizeieinsätze aufkommen müssen. So wurde das für Samstag, den 06.11.2010 geplante Westliga-Spiel zwischen Union Innsbruck und Austria Salzburg abgesagt. Nachdem es vor zwei Wochen beim Spiel zwischen der Wacker Innsbruck II und Austria Salzburg zwischen den 1.300 Zuschauern etwas ruppiger zur Sache gegangen sein soll, wurde das Spiel der Veilchen bei Union Innsbruck erneut als Hochsicherheitsspiel deklariert, was für die Gastgebende Mannschaft immense Kosten für Polizei, Ordnungsdienst und Feuerwehr bedeutet hätte, welche laut eigenen Angaben nicht zu stemmen gewesen wären. Außerdem hätte man aufgrund der Lage des Stadions nicht für die Sicherheit in der Stadt garantieren können.
Quelle: APA
Den ganzen Artikel gibt es u.a. hier
Herbert Lener, Obmann von Aufsteiger Union Innsbruck, hat seit Mittag den endgültigen Bescheid der Sicherheitsabteilung der Stadt Innsbruck in der Hand, wonach das für Samstag geplante Spiel gegen Austria Salzburg, ebenfalls ein Aufsteiger, nicht durchgeführt werden darf.
"Seit einer Woche habe ich schon Kopfweh, wusste um die Problematik, jetzt ist es halt endgültig", atmete Lener im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur fast auf. "Welche Konsequenzen dieser Bescheid mit sich bringt, ist mir und meinem Verein auch egal. Wir würden auch eine 0:3-Strafverifizierung in Kauf nehmen. Verbandstrafe werden wir sicher keine zahlen", sagte Lener. Über Konsequenzen wie Strafverifizierung oder ein 0:0 am grünen Tisch wird die Regionalliga-Kommission erst nächste Woche entscheiden.
[...]
"Für unseren Verein hätte dieses Spiel den Konkurs bedeutet", rechnete Lener vor. Am Fenner-Areal, das der Stadt Innsbruck gehört, auf dem die Union nur Mieter ist, wären rund 400 Polizisten für vier Stunden, dazu 200 Ordner vorgeschrieben gewesen. "Alleine die Polizei hätte uns über 20.000 Euro gekostet, dazu käme noch Feuerwehr, offizielle Security und Rettung. Unmöglich", sagte Lener.
Quelle: APA
Den ganzen Artikel gibt es u.a. hier
Montag, 11. Oktober 2010
Größenwahn...
Anders kann man die Äußerungen von Konrad Freiberg, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, kaum bezeichnen. Von der Gewaltenteilung scheint der Herr noch nicht viel gehört zu haben, anders ist es nicht zu verstehen, dass er fordert, dass die Politik, also letztendlich Parteien der Bundestages und Landtage, was in Deutschland die Legislative bedeutet, die Polizei, also ein Teil der Exekutiven, vor kritischen Entscheidungen um Rat fragen solle. Schlimm genug, dass nach vielfacher Auffasung die Judikative bereits von der Exekutive beinflußt wird (siehe: Gewaltenteilung im deutschen Bewusstsein, eine Publikation von Udo Hochschild- Richter des Verwaltungsgericht Dresden), aber sollte der Vorschlag Freibergs jemals Gehör finden, ist der Polizeistaat Deutschland spätestens Realität.
Hier das Video: klick
Hier das Video: klick
Samstag, 9. Oktober 2010
Die Informationspolitik der Polizei
Das folgende Szenario kennt vermutlich jede Ultraszene. Einzelne Beamte drehen durch, man setzt sich zur Wehr und einige Zeit später flattern Anzeigen ins Haus. Im Laufe des Verfahrens stellt man dann fest, dass der Auslöser der Eskalation auf dem als Beweismittel zugelassenen Videomaterial der Bullen fehlt und stattdessen nur noch die Aktion der beschuldigten Personen zu sehen sind. Das gleiche passiert auch gerne bei Übergriffen durch Bullen, wo es nach Anzeigen gegen die Staatsbediensteten gerne heißt "Das Video ist nicht auffindbar...", "Die Kamera war nicht an..." oder auch "Die Aufnahmen wurden versehtlich gelöscht...". Ups, was ein Zufall! Jaja, jetzt werden einige gebetsmühlenartig Phrasen à la "Die Polizei ist nicht immer Schuld" raus hauen. Richtig, aber darum geht es hier auch gar nicht. Wer Scheiße baut, muss mit einer Strafe rechnen, nur muss das eben für beide Seiten gelten!
Zurück zum Thema! Wie genau es die Polizei mit der Wahrheit nimmt und was Behörden wie das BKA von kritischen Fragen halten, zeigen die folgenden Beispiele:
BKA informiert nur "ausgeewählte" Journalisten
Zurück zum Thema! Wie genau es die Polizei mit der Wahrheit nimmt und was Behörden wie das BKA von kritischen Fragen halten, zeigen die folgenden Beispiele:
BKA informiert nur "ausgeewählte" Journalisten
Freitag, 8. Oktober 2010
Bullen in der Presse
"Schlechte Zeiten für Deutschlands Polizei" schlussfolgert telepolis nach der bundesweiten Empörung über den Polizeieinsatz gegen Stuttgart 21 - Gegner und den nun ergangenen Urteilen, die die massenhaften Freiheitsentziehungen rund um den G8-Gipfel in Heiligendamm als unrechtmäßig erklären.
Zur Meldung
Ob in diesem Zusammenhang das Vorgehen der Bullen im Wendland tatsächlich den gewünschten Effekt der Einschüchterung hat oder aber als weiterer Mosaikstein in der Kriminalisierung jeder Menschen, die sich auf ihre demoktratischen Rechte berufen, entlarvt wird, ist noch abzuwarten. Jedenfalls lässt man mehrere Atomkraftgegner vorsorglich von Kopf bis Fuß erfassen.
Zur Meldung
Zur Meldung
Ob in diesem Zusammenhang das Vorgehen der Bullen im Wendland tatsächlich den gewünschten Effekt der Einschüchterung hat oder aber als weiterer Mosaikstein in der Kriminalisierung jeder Menschen, die sich auf ihre demoktratischen Rechte berufen, entlarvt wird, ist noch abzuwarten. Jedenfalls lässt man mehrere Atomkraftgegner vorsorglich von Kopf bis Fuß erfassen.
Zur Meldung
Mittwoch, 6. Oktober 2010
Ultras - gerade aus oder rumgeeier?
Im Eurosport-Blog bei Yahoo habe ich folgenden Artikel von Michael Wolgefunden:
Interessant ist für mich, dass im Eurosport-Blog schon mehrfach lesbare Artikel zum Thema Ultra veröffentlicht wurden. Es gibt offenbar doch ein paar Journalisten, die nicht nur wissen, welche Spielerfrau Michael Ballack gerade vögelt und bei welchem Club Bastian Schweinsteiger in der der C-Jugend gespielt hat.
Noch interessanter ist wie die Verhaftung der FCB-Ultras in diesem Artikel bewertet wird. Die Saat der Bullen ist offenbar aufgegangen, Ultras im Allgemeinen sind gebrandmarkt, die Schickeria aufgrund der Würzburg-Geschichte besonders. Natürlich trägt unsere Bewegung eine Mitschuld und ist für eine Menge Vorurteile selbst verantwortlich. Da kann man sich drehen und winden wie man will.
Für mich beweist der Artikel wieder einmal, dass es kaum eine Chance gibt auch nur irgendwas nachhaltig an der öffentlichen Meinung zu verändern. Schwachsinnige Chants à la "Fußballfans sind keine Verbrecher" hingegen machen die Sache nur peinlicher und zeigen die Doppelzüngigkeit oder Unreife unserer Bewegung.
Wer den Kampf will, muss eben auch Opfer hinnehmen!
"Dirigenten hinter Gittern
Mitte der zweiten Halbzeit verkündete der Stadionsprecher im Basler St. Jakob-Park stolz die Zuschauerzahl. 37.500, ausverkauft. Dabei hatte der gute Mann allerdings ein wenig aufgerundet. Denn eigentlich waren es wohl nur etwa 37.441.
Für rund 59 Anhänger des FC Bayern galt nämlich: "Wir müssen draußen bleiben...""
Interessant ist für mich, dass im Eurosport-Blog schon mehrfach lesbare Artikel zum Thema Ultra veröffentlicht wurden. Es gibt offenbar doch ein paar Journalisten, die nicht nur wissen, welche Spielerfrau Michael Ballack gerade vögelt und bei welchem Club Bastian Schweinsteiger in der der C-Jugend gespielt hat.
"Es ist müßig über die Schuldfrage zu diskutieren. Aus Sicht der Betroffenen dürfte die Sache ohnehin schnell geklärt sein, denn Schuld hat eigentlich immer nur die Polizei. Schuldlos ist sie in der Tat auch diesmal nicht, da sie die Angreifer mühelos fliehen ließ. Doch das Beispiel Basel zeigt einmal mehr, wie sich das "Credo Ultrà" sprichwörtlich selbst aus dem Spiel nehmen kann."
Noch interessanter ist wie die Verhaftung der FCB-Ultras in diesem Artikel bewertet wird. Die Saat der Bullen ist offenbar aufgegangen, Ultras im Allgemeinen sind gebrandmarkt, die Schickeria aufgrund der Würzburg-Geschichte besonders. Natürlich trägt unsere Bewegung eine Mitschuld und ist für eine Menge Vorurteile selbst verantwortlich. Da kann man sich drehen und winden wie man will.
Für mich beweist der Artikel wieder einmal, dass es kaum eine Chance gibt auch nur irgendwas nachhaltig an der öffentlichen Meinung zu verändern. Schwachsinnige Chants à la "Fußballfans sind keine Verbrecher" hingegen machen die Sache nur peinlicher und zeigen die Doppelzüngigkeit oder Unreife unserer Bewegung.
Wer den Kampf will, muss eben auch Opfer hinnehmen!
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