In dem Artikel In den Stadien auffällig unauffällig des aus Dortmund stammenden Autors Olaf Sundermeyer wird auffallend ausführlich auf rechte Aktivitäten in der Dortmunder Ultraszene eingegangen.
Dort heißt es. u.a.:
Rolf-Arnd Marewski kennt viele der zahlreichen Ultras, und er kennt die Neonazis unter ihnen. Der Sozialarbeiter leitet das Dortmunder Fanprojekt und schätzt, dass sich «bestimmt sechzig Rechte aus der ganzen Region» im Stadion unter die Ultras mischen. So wie jener Aussteiger aus der militanten Szene, der bis vor eineinhalb Jahren mit anderen Autonomen Nationalisten in Dortmund gelebt hat. An den Wochenenden sei man mit der Ultra-Gruppe Desperados ins Stadion gegangen. «Diese Gruppe ist nicht zwangsläufig rechts drauf, aber auf jeden Fall rechtsoffen.» Gemeinsam habe man mit den rechtsextremen BVB-Hooligans der Northside den Strassenkampf trainiert. Angeleitet von einem Kampfsportler, der zu dieser Zeit auch als Ordner im Stadion des BVB eingesetzt war. Bei den Kämpfen der Northside sei dieser jeweils in der ersten Reihe gestanden. Bei diesen sogenannten Matches in Wald und Wiese treffen 20 Mann auf 20 Mann eines anderen Klubs. Nach diesen Kämpfen schreien die Dortmunder bis heute «Sieg Heil, Sieg Heil, Sieg Heil» und recken die Arme zum Hitlergruss. Vorausgesetzt, die anderen liegen am Boden. Das ist ihr Siegritual.
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Wie zuletzt Ende September bei der Partie gegen den Aufsteiger St. Pauli in Hamburg. Dort überfielen zwei Dutzend Angreifer im Ultra-Dress die Fankneipe der St.-Pauli-Anhänger, das «Jolly Roger». «"Kommt doch raus, ihr Juden", haben die uns zugebrüllt», berichtet ein Augenzeuge. Dann kam es zu einer Schlägerei, die von der herbeigeeilten Bereitschaftspolizei aufgelöst wurde. Erst einen Monat zuvor war es zu einem ähnlichen Überfall auf eine linke Szenekneipe in der Dortmunder Innenstadt gekommen. Die Angreifer trugen Sturmhauben und warfen Steine und Flaschen auf eine Gruppe Kneipenbesucher.
Allgemein sind derartige Enthüllungsberichte ersteinmal kritisch zu sehen. Viel zu oft haben sich Trittbrettfahrer wichtig machen wollen und sensationssüchtigen Journalisten irgendeine Scheiße erzählt. Im vorliegenden Artikel scheint dies nicht der Fall zu sein. Inwieweit die Zahlenangaben stimmen, können wir als Außenstehende nicht beurteilen, jedoch hat es vor dem Spiel bei St. Pauli unseren Informationen nach tatsächlich einen Vorfall gegeben und auch sonst kursieren genügend Berichte über entsprechende Ausfälle der Desperados. Auch macht der Autor des Artikels einen kompetenten Eindruck.
Um es mit den Worten der Szene vom Millerntor zu sagen:
Quelle: fotos-kirsche.de
Den ganzen Artikel mit Verweisen auf Naziaktivitäten bei Alemannia Aachen, dem 1. FC Kaiserslautern und 1860 gibt es hier.








