Früher gehörte auf es Jahrmärkten dazu, Kleinwüchsige, Riesen, Menschen mit Behinderungen oder "fremde Rassen" zur Befriedigung der menschlichen Neugier und zur Belustigung der Besucher vorzuführen.
Heute übernimmt diese Rolle das Privatfernsehen mit den immer absurderen und skurilen Formaten wie Frauentausch, X-Diaries und wie der Schrott sonst so heißt. Das Schema ist immer gleich, Alltagsprobleme "echter Menschen" vor laufender Kamera, wobei sich die Protagonisten vor der Kamera zum Vollhorst machen. Da lacht der Klaus, der brüllt der Peter, nach unten treten macht schließlich Spaß! Hört man sich im Freundeskreis um, hört man gerne das Argument "Selbst Schuld, die haben sich doch freiwillig gemeldet!" Mag sein, aber demnach braucht sich auch keiner beschweren, wenn er vom Bankberater in Sachen Altersvorsorge über'n Tisch gezogen wird. Selbst Schuld, warum haste nicht einfach BWL studiert?!
Nee, nee, so einfach läuft das nicht. Mit welchen Tricks Spannungsbögen aufgebaut und naiven Menschen ohne große Medienkompetenz vorgeführt werden, hat nichts mit "selbst Schuld" zu tun. Allergrößter Hirnfick, der Scheiss!
Posts mit dem Label Don't believe the media werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Don't believe the media werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Donnerstag, 24. März 2011
Mittwoch, 6. Oktober 2010
Ultras - gerade aus oder rumgeeier?
Im Eurosport-Blog bei Yahoo habe ich folgenden Artikel von Michael Wolgefunden:
Interessant ist für mich, dass im Eurosport-Blog schon mehrfach lesbare Artikel zum Thema Ultra veröffentlicht wurden. Es gibt offenbar doch ein paar Journalisten, die nicht nur wissen, welche Spielerfrau Michael Ballack gerade vögelt und bei welchem Club Bastian Schweinsteiger in der der C-Jugend gespielt hat.
Noch interessanter ist wie die Verhaftung der FCB-Ultras in diesem Artikel bewertet wird. Die Saat der Bullen ist offenbar aufgegangen, Ultras im Allgemeinen sind gebrandmarkt, die Schickeria aufgrund der Würzburg-Geschichte besonders. Natürlich trägt unsere Bewegung eine Mitschuld und ist für eine Menge Vorurteile selbst verantwortlich. Da kann man sich drehen und winden wie man will.
Für mich beweist der Artikel wieder einmal, dass es kaum eine Chance gibt auch nur irgendwas nachhaltig an der öffentlichen Meinung zu verändern. Schwachsinnige Chants à la "Fußballfans sind keine Verbrecher" hingegen machen die Sache nur peinlicher und zeigen die Doppelzüngigkeit oder Unreife unserer Bewegung.
Wer den Kampf will, muss eben auch Opfer hinnehmen!
"Dirigenten hinter Gittern
Mitte der zweiten Halbzeit verkündete der Stadionsprecher im Basler St. Jakob-Park stolz die Zuschauerzahl. 37.500, ausverkauft. Dabei hatte der gute Mann allerdings ein wenig aufgerundet. Denn eigentlich waren es wohl nur etwa 37.441.
Für rund 59 Anhänger des FC Bayern galt nämlich: "Wir müssen draußen bleiben...""
Interessant ist für mich, dass im Eurosport-Blog schon mehrfach lesbare Artikel zum Thema Ultra veröffentlicht wurden. Es gibt offenbar doch ein paar Journalisten, die nicht nur wissen, welche Spielerfrau Michael Ballack gerade vögelt und bei welchem Club Bastian Schweinsteiger in der der C-Jugend gespielt hat.
"Es ist müßig über die Schuldfrage zu diskutieren. Aus Sicht der Betroffenen dürfte die Sache ohnehin schnell geklärt sein, denn Schuld hat eigentlich immer nur die Polizei. Schuldlos ist sie in der Tat auch diesmal nicht, da sie die Angreifer mühelos fliehen ließ. Doch das Beispiel Basel zeigt einmal mehr, wie sich das "Credo Ultrà" sprichwörtlich selbst aus dem Spiel nehmen kann."
Noch interessanter ist wie die Verhaftung der FCB-Ultras in diesem Artikel bewertet wird. Die Saat der Bullen ist offenbar aufgegangen, Ultras im Allgemeinen sind gebrandmarkt, die Schickeria aufgrund der Würzburg-Geschichte besonders. Natürlich trägt unsere Bewegung eine Mitschuld und ist für eine Menge Vorurteile selbst verantwortlich. Da kann man sich drehen und winden wie man will.
Für mich beweist der Artikel wieder einmal, dass es kaum eine Chance gibt auch nur irgendwas nachhaltig an der öffentlichen Meinung zu verändern. Schwachsinnige Chants à la "Fußballfans sind keine Verbrecher" hingegen machen die Sache nur peinlicher und zeigen die Doppelzüngigkeit oder Unreife unserer Bewegung.
Wer den Kampf will, muss eben auch Opfer hinnehmen!
Dienstag, 10. August 2010
Sicherheitsverwahrung - Panikmache contra Realität
Ein weiteres lesenswertes Interview in der Onlineausgabe der taz erschienen. Passt natürlich gar nicht ins Bild, welches uns aktuell in diversen Medien suggeriert wird.
Hier klicken
Kriminologe zu Sicherungsverwahrung
"Die Gefahr wird extrem überschätzt"
Der Kriminologe Thomas Feltes erklärt, dass neun von zehn Insassen der Sicherungsverwahrung unnötig weggesperrt wurden. Angst vor Entlassenen hält er für "unangemessen"
Hier klicken
Don't believe the media! Elends-TV boomt
Der nachfolgend verlinkte Artikel aus der ZEIT ist absolut lesenswert. Unfassbar was sich offenbar immer mehr Menschen freiwillig für eine Scheiße ansehen. Von einer Entwicklung des Menschen ist wie so oft nichts zu merken. Stattdessen degeneriert das Volk weiter zur tumben, geifernden Masse.
Hier klicken
Doku-Soaps: Der produzierte Prolet
Der neueste Tiefpunkt des Privatfernsehens ist erreicht: In seinen Doku-Soaps zeigt RTL frei erfundene Elendsreportagen.
Hier klicken
Abonnieren
Posts (Atom)