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Montag, 11. Oktober 2010

Freundschaft auf polnisch #2

Nach dem Beitrag Freundschaft auf polnisch, geht es nun zwar auch um die Freundschaft zwischen zwei Szenen, jedoch liegt beim heutigen Beitrag der Fokus eher auf der Freundschaft innerhalb der Szene und daraus resultierend auf der Bereitschaft einem Freund zu helfen.

Die Kibice von Legia, genauer gesagt der Dachverband der Kibice, der "Stowarzyszenie Kibiców Legii Warszawa" organisierte ein Soli-Freundschaftsspiel zwischen den ersten Mannschaften von Legia Warschau und dem befreundetem Verein Ado den Haag um ihrem Freund Wojtek Wisiński zu helfen. Wojtek ist eine Legende der Fanszene, er war schon zu Zeiten des eisernen Vorhangs als Fan aktiv, knüpfte erste Kontakte zu Fans im damals westlichen Europa und war in der Folge auch für die Entsehung der Kontakte nach Den Haag mitverantwortlich. Zur Zeit muss sich Wojtek jedoch aus gesundheitlichen Gründen größtenteils in den USA zu Spezialbehandlungen aufhalten, da er aufgrund der Krankheit Sarkoidose im Rollstuhl sitzt, auf einem Auge erblindet ist und sich sein Gesundheitszustand ohne Behandlung weiter verschlechert. Da dieser Faktor natürliche enorme Kosten verursacht, organisierten die Kibice nun wie angekündigt ein Soli Freundschaftsspiel gegen Ado Den Haag zu Gunsten ihres Freundes.



Für dieses Spiel wurde keine "Karta kibicow" benötigt und auch die Stadionverbote hatten keinerlei Wirkung, so dass zu diesem Spiel sogar Vorsänger Staruch (wir berichteten) wieder ins Stadion durfte.



Auch in Sachen Tifo gab es einiges zu sehen. So wurde passend zum Anlass, u.a. eine gemalte und künstlerisch gut gelungene Blockfahne mit einem Jesus Konterfei, umringt von Pappen und dem Spruch "Boze Chron Fanatykow" (Gott schütze den Fan) hochgezogen.



Um die Einnahmen und somit die finanzielle Unterstützung für Wojtek zu erhöhen, wurde in jedem Team ein Einsatz für 5 Minuten per Auktion erkauft. So erwarb ein Legiafan die Einsatzgerantie im Legiateam für 30.000 Zl (7500€) und der Platz im Den Haag Team wurde für 9.000 Zl veräußert. Das Spiel gewann letztendlich Legia vor 17.000 Zuschauern mit 1:0.

Quelle: www.legia.net




Donnerstag, 12. August 2010

Welcome back

Die Fanszene Legia Warschau meldet sich nach ihrem zwei Jahre dauernden Boykott zurück. Am 26.07.2010 unterzeichneten Verein und die Dachorganisation der Kibice "SKLW" einen Vertrag, welcher besagt, dass alle Stadionverbote aufgehoben werden, die Fanszene keinerlei Einschränkungen mehr zu befürchten hat und man zum alten Vereinswappen zurückkehrt. Über die Eintrittspreise, welche im neuen Stadion von den Fans als zu hoch angesehen werden, wird derzeit noch verhandelt.





Lediglich das Stadionverbot des Vorsängers Staruch bleibt bestehen, jedoch unterstützt er laut seiner eigenen Stellungnahme das Abkommen zwischen SKLW und dem Verein und betont, dass die Stimmung nicht von ihm als Einzelperson abhängig sein dürfe.
Dem Boykott gingen langfristige Differenzen zwischen der Mediengruppe und Hauptanteilseigner des Vereins ITI, sowie den Fans vorraus, welche auf unterschiedlichen Ansichten in Bezug auf die Art der Vereinsführung basierten. Es folgten Stadionverbote, Einschränkungen der Meinungsfreiheit, sowie Schikanen in Bezug auf die Platzwahl im Stadion. Trauriger Höhepunkt der Entwicklung war die Festnahme von über 700 Legia Kibicen beim Spiel Polonia Warschau gegen Legia Warschau im Jahr 2008. Offiziell wurde den Anhängern Angriffe auf die Polizei vorgeworfen. Inoffziell schien die Aktion von langer Hand geplant gewesen zu sein, da gerade die ITI Mediengruppe, welche beste Verbindungen zur Politik besitzt, sich auf die Vorkommnisse stürzte. Es folgten unzählige Stadionverbote und der Boykott.

Beim ersten Spiel nach Unterzeichnung des Vertrages melden sich die Kibice lautstark zurück, hier ein Video vom besagtem Auftritt beim Freundschaftsspiel gegen Arsenal. Die weitere Entwicklung bleibt jedoch abzuwarten.











Das Derby gegen Polonia wird von der Fanszene Legias trotz der Einigung mit dem Verein nicht besucht. Der Grund dafür ist jedoch das begrenzte Kartenkontingent von 300 Gästekarten, welches von der Fanszene nicht akzeptiert wird.


Quellen:

http://legionisci.com/news/38511_Koniec_protestu_Porozumienie_kibicow_z_klubem.html
http://legionisci.com/news/38518_Staruch_Bedziecie_potrafili_powtorzyc_doping_sprzed_lat_beze_mnie.html
http://legia.com/www/index.php?akt=16708

Samstag, 31. Juli 2010

Dumme Menschen tragen dumme T-Shirts



Wir empfehlen den drei Szenen dringend der "Koalition für mehr Hirn" beizutreten.

gefunden auf yellow-green-army.eu